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Reglement

 

Deutsche Synchro-Demo-Meisterschaft 2010
26. – 28- Februar 2010
Skizentrum Mitterdorf-Philippsreut (Bayerwald)


Wettbewerbsidee

Ein Team aus 6 Fahrern (europäisches Format) soll die Faszination, Ästhetik und Sportlichkeit des gemeinsamen Schwingens im Synchronfahren oder Formationsfahren ausdrücken. Die Synchronität drückt sich durch gleiche Aktionen zur gleichen Zeit aus, von Formationen soll dann gesprochen werden, wenn mehrere gemeinsam schwingen, dass sie in ihrer Abfahrt eine ganz bestimmte, gegenseitig aufeinander ausgerichtete Form ergeben. Der Schwierigkeitsgrad bestimmt sich nach Wechsel der Positionen, Wechsel im Rhythmus, Wechsel in den Schwungradien und den Einbau von Sprüngen.

1. Teilnahmeberechtigung


Teilnahmeberechtigt sind alle Vereins- und Skischulmannschaften unabhängig von einer Verbandszugehörigkeit

 

2. Teams

 

2.1. Besetzung

Die Teams bestehen aus max. 8 (acht) Mitgliedern, 6 (sechs) Fahrer und 2 (zwei) Ersatzläufer. Die Ersatzläufer dürfen jederzeit eingewechselt werden.

2.2. Team-Angaben


a. Team-Name

Nehmen mehrere Teams des gleichen Vereins oder der gleichen Skischule teil, muss eine eindeutige Unterscheidung in der Bezeichnung getroffen werden.


b. Team-Coach
Für jedes Team ist der Team-Coach der verantwortliche Leiter und Ansprechpartner für den Veranstalter. Folgende Angaben müssen an den Veranstalter übermittelt werden:

- Name, Vorname
- Alter
- Wohnort, Anschrift
- Verein / Skischule
- Persönliche Erfolge im Skisport

 
c. Team-Mitglieder
Folgende Angaben müssen an den Veranstalter übermittelt werden:

- Name, Vorname
- Alter
- Wohnort, Anschrift
- Verein / Skischule
- Persönliche Erfolge im Skisport

 

d. Team-Info
Folgende Angaben können an den Veranstalter übermittelt werden:

- Erfolge/Auftritte des Teams
-sonstige für die Allgemeinheit interessante Informationen
 

 3. Klassen

Der Wettbewerb wird nur in der Klasse Alpin ausgetragen, jeweils in Damen und Mixed-Wertung. Telemark-Technik ist zugelassen. Die Wertung einer Klasse kommt nur zustande, wenn mindestens drei Teams gemeldet sind.

 


4. Runs


Es sind insgesamt 4 Runs zu absolvieren. 3 Fahrten sind sog. „Demo-Runs“ mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden von 1 bis 3 (Scale of Value = SoV). Demo-Runs # 1 und # 2 werden ohne Positionswechsel gefahren, Demo-Run # 3 mit Positionswechsel.

4.1. Demo Run #1 SoV #1

Es wird ein Run aus folgenden drei gezogen:
DR 1 #1 3 vorne – 3 hinten: synchron
DR 1 #2 Zwei 3er-Balken: gegengleich
DR 1 #3 6 auf gleicher Höhe synchron
Die Runs sind in einer Grafik (siehe Anlage dargestellt).


4.2. Demo Run #2 SoV #2

DR 2 #1 V-Aufstellung gegengleich
DR 2 #2 3 vorne – 3 hinten: gegengleich
DR 2 #3 6er-Balken: gegengleich
Die Runs sind in einer Grafik (siehe Anlage dargestellt).


4.3. Demo Run #3 SoV #3

DR 3 #1 6er-Balken: 6 Schwünge gleich – 6 Schwünge gegengleich
DR 3 #2 Crash
DR 3 #3 Touch
Die Runs sind in einer Grafik (siehe Anlage dargestellt).


4.4. Show-Run

Der Show-Run wird aus selbst gewählten Elementen zusammengestellt und sollte mindestens 3 Wechsel beinhalten. Es können Elemente aus den Demo-Runs gewählt und kombiniert werden.


4.5. Anhalten

Die Hanglänge sollte möglichst komplett ausgenutzt werden. Ein zu frühes Anhalten wird mit Punktabzügen gewertet.

5. Musik

5.1. Demo-Runs

Zu allen Demo-Runs spielt der Ausrichter Musik ein.


5.2. Show-Run

Für den Show-Run müssen die Teams ihre eigene Musik mitbringen (CDs). Die CDs müssen beschriftet sein und folgende Informationen enthalten:
a. Team-Name z.B. Demo-Team “Heiße Kurven“
b. Klasse z.B. WOMEN
c. Track-Nr. / Titel z.B. Tr. # 5, Supreme
d. Kür-Bezeichnung z.B. Kür Nr. 1: „Crash-Run“


5.3. Abgabe der CDs

Die CDs müssen beim Team-Coach Meeting abgegeben werden.


5.4. Teams ohne Musik

Hat ein Team keine eigene Musik ausgewählt, wird ein vom Veranstalter ausgewählter Titel eingespielt.

6. Bewertungskriterien


Die Bewertungskriterien sind

6.1. Demo-Runs

Synchronität
Exaktheit der Positionen
Geschwindigkeit
Skitechnik


6.2. Show Run

Choreographie
Synchronität
Exaktheit der Positionen
Geschwindigkeit
Skitechnik


6.3. Beschreibung der Kriterien

Synchronität
Die Synchronität bezieht sich auf das Fahr- und Schwungverhalten des Teams (gleichzeitige, rhythmische Richtungsänderung). Die Bewegungen aller Demonstratoren sollen aufeinander abgestimmt sein.


Exaktheit der Positionen

Bewertet wird das Einhalten der Positionen, welche das Gesamtbild der Runs bestimmen. So gibt es beispielsweise Abzüge, wenn ein 6er-Balken über mehrere Schwünge hinweg nicht gehalten werden kann.

Geschwindigkeit
Bewertet wird die Fahrtgeschwindigkeit und somit die sportliche Komponente der Runs.


Skitechnik
Bewertet wird die Qualität der gefahrenen Schwünge. Die Schwünge sollten kontrolliert, geschnitten und hochqualitativ gefahren werden, die Bewegungen sollten flüssig, ästhetisch und ökonomisch sein.

Choreographie

Bewertet werden der Gesamteindruck und die Kreativität des Show-Runs an Hand folgender Kriterien:

6.4. Bewertung

 

Entsprechend o.g. Kriterien wird eine Gesamtpunktzahl von jedem der 5 Jury-Mitglieder abgegeben. Die höchste und niedrigste Bewertung werden gestrichen, die 3 übrigen werden addiert.

Punkte-Skala:

ausgezeichnet                       17.50 - 20.00 Punkte

gut                                      14.50 - 17.00 Punkte

durchschnittlich - mittelmäßig   11.50 - 14.00 Punkte

deutliche Fehler                     08.50 - 11.00 Punkte

schlecht                                05.50 - 08.00 Punkte

sehr schlecht                         02.50 - 05.00 Punkte


Maximal können pro Demonstrationsfahrt 60 Punkte erreicht werden. Einfache, aber gut ausgeführte Demonstrationen sind höher zu bewerten als schwierige, jedoch schlecht gefahrene Demonstrationen.


6.5. Punktabzüge


- 2 Punkte, wenn ein Team eine Demonstration mit weniger als 6 Demonstratoren beendet

- 2 Punkte für jeden Sturz
- 1 Punkt für zu frühes Anhalten

- 2 Punkte für Nichteinhalten der Vorgaben bei der Pflicht-Demonstration


7. Jury

7.1. Zusammensetzung

Die Jury besteht aus 5 (fünf) Mitgliedern. Sie bewerten einzeln und unabhängig auf halbe Punkte genau gemäß den o.g. Kriterien (siehe Punkt 6.) Die höchste und niedrigste Note wird gestrichen und die übrigen drei Noten zusammengezählt. Die Maximalpunktzahl beträgt 60 (sechzig) Punkte.


7.2. Anforderungen
Ein Jury-Mitglied sollte folgende Anforderungen erfüllen:
- Kenntnis bisheriger Formations-Veranstaltungen
- Erfahrung in der Bewertung von Formationsfahrten
- Skitechnisches und choreographisches Basiswissen
- Nationale und/oder internationale Erfahrung bei Formations-Wettbewerben

8. Wettkampfablauf

8.1. Demo-Runs

Aus den drei Töpfen der Demo-Runs wird beim Team Coach Meeting jeweils ein Run gezogen. Es müssen mindestens 2 Trainingsstunden nach der Auslosung der Demo-Runs möglich sein. Die Startreihenfolge der Teams wird ebenfalls ausgelost


8.2. Show Runs

Die Reihenfolge für den Show-Run erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der Platzierung, d.h. das Team mit der niedrigsten Punktezahl fährt als erstes.


8.3. Qualifikation

Abhängig von der Anzahl der Meldungen bleibt vorbehalten, die Demo-Runs #1 und #2 als Qualifikationsläufe zu werten und die Zahl der Teilnehmer der Runs #3 und #4 zu beschränken. Die Entscheidung wird spätestens im Team Coach Meeting
ekannt gegeben.

9. Disqualifikation


Folgende Gründe führen zur Disqualifikation:
a. Teams, die ohne Grund zu spät am Start erscheinen
b. Teams, die nicht gemeldete Fahrer einwechseln

10. Proteste

10.1. Protestform

Proteste müssen vom Team Coach in schriftlicher Form beim Chef des Schiedsgerichts spätestens 15 Minuten nach der jeweiligen Demonstration eingereicht werden.


10.2. Protestgründe

- unvorhersehbare Ereignisse (z.B. plötzliche Hindernisse in der Piste; Musikausfall)

Keine Protestgründe sind:
- Ausrüstungsfehler
- wetterbedingte Umstände
- Stürze

11. Piste


Der genaue Ort und die Dimensionen (Neigung, Länge) der Piste sind vom Ausrichter im Detail bekannt zu geben.